Im ersten Lebensjahr arbeitet das Immunsystem Ihres Babys intensiv daran, sich an die Umwelt anzupassen. Dadurch treten typische Infekte und Hautreaktionen besonders häufig auf. Dieser Überblick zeigt, welche Beschwerden im ersten Jahr verbreitet sind – und welche Hinweise Ihnen helfen können, Veränderungen richtig einzuordnen.
Erkältungen – die häufigste Infektion im Babyalter
Infekte der oberen Atemwege gehören zu den verbreitetsten Erkrankungen bei Säuglingen. Da sie meist durch Viren übertragen werden, spielt Hygiene eine wichtige Rolle. Das Risiko lässt sich reduzieren, indem man Menschenansammlungen meidet, regelmässig lüftet, auf gute Handhygiene achtet und – sofern möglich – stillt. Wirkt ein Baby sehr schlapp, trinkt schlecht oder atmet auffällig schwer, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Magen-Darm-Beschwerden und Bauchschmerzen
Gelegentlich treten Erbrechen oder Durchfall auf. Flüssigkeitsverlust kann für Babys schnell belastend werden. Warnhinweise sind: sehr häufiger wässriger Stuhl, wenige nasse Windeln, trockene Lippen oder auffällige Müdigkeit. Stillkinder sind durch die Zusammensetzung der Muttermilch meist etwas besser geschützt.
Häufiges Spucken kann zudem durch einen noch unreifen Schliessmuskel der Speiseröhre begünstigt werden. Eine erhöhte Position beim Füttern, längeres Bäuerchenmachen und eine leicht erhöhte Schlafposition können im Alltag hilfreich sein.
Hautreaktionen und Allergien
Hautprobleme wie trockene Stellen, Rötungen oder Ekzeme treten im ersten Lebensjahr häufig auf. Wärme, Schwitzen, Pflegeprodukte oder familiäre Einflüsse können dabei eine Rolle spielen. Baumwollkleidung, kurze lauwarme Duschen, sanftes Abtrocknen und regelmässiges Eincremen unterstützen die Hautpflege. Stillen kann das Allergierisiko verringern; bei Flaschennahrung stehen HA-Produkte zur Verfügung.
Typische Kinderkrankheiten
Ringelröteln (Erythema infectiosum)
Die Erkrankung beginnt oft mit grippeähnlichen Symptomen. Anschliessend zeigt sich ein charakteristischer Ausschlag an Wangen und Körper. Wichtig sind ausreichend Flüssigkeit und Ruhe.
Dreitagefieber
Diese häufige Säuglingserkrankung verläuft in zwei Phasen: Zunächst hohes Fieber über wenige Tage, danach ein feinfleckiger Hautausschlag, der meist rasch wieder abklingt.
Wie Sie Infektionen vorbeugen können
Einige einfache Massnahmen stärken das Wohlbefinden und können das Risiko von Infekten reduzieren:
- Stillen, sofern möglich
- viel frische Luft
- regelmässiges Lüften
- ausreichende Luftfeuchtigkeit
- gründliches Händewaschen
Diese Gewohnheiten lassen sich leicht in den Alltag integrieren und unterstützen Ihr Baby im ersten Lebensjahr.